
SENE FORUM 2012: Was wollen Senioren? Marketing für Betreutes Wohnen und Pflege im Alter
Die Premium-Fachtagung SENE FORUM brachte im Berner Zentrum Paul Klee zum dritten Mal Akteure im Altersbereich zusammen. Unter dem Titel «Was wollen Senioren?» wurden die Aspekte der Angebotspalette von Alterswohn- und Pflegeeinrichtungen beleuchtet. Im Fokus des Podiumsgesprächs stand das herausfordernde Spannungsfeld zwischen Menschlichkeit und Wirtschaftlichkeit. Der Schlüsselreferent Dr. Norbert Blüm – ehemaliger BRD-Minister für Arbeit und Sozialordnung – sowie weitere hochkarätige Redner fesselten mit Thesen, Tipps und Trends.
Mit seinem Referat «Droht die Kündigung des Generationenvertrags?» zog Dr. Norbert Blüm die rund 200 Tagungsteilnehmenden in seinen Bann. Mit Witz und Wissen propagierte er die Solidarität zwischen den Generationen als den natürlichen Lebenszusammenhang und als unverzichtbare Grundlage für das Funktionieren einer Gesellschaft: «Wir sind aufeinander angewiesen, von der Wiege bis zur Bahre – überleben können wir nur durch Gegenseitigkeit. Wer den Generationenvertrag anzweifelt, zerstört die menschliche Zivilisation.»
Seniorenpflege als Potenzial für den Arbeitsmarkt
Die markant gestiegene Lebenserwartung sei eine Chance für den Arbeitsmarkt, betonte Blüm. In den Dienstleistungen für Betagte, in der Pflege und Betreuung stecke ungeheuer viel Potenzial. «Der Pflegeberuf muss aber ein besseres Image erhalten», ergänzte der Marketing-Experte Hans-Georg Pompe.
Kein Lebensabschnitt so differenziert wie das Alter
Dass sich Wirtschaftlichkeit und Menschlichkeit in Alterswohninstitutionen nicht ausschliessen dürfen, war der Grundtenor aller Referenten. «Es braucht persönliche, tragfähige Beziehungen, um erfolgreich zu sein», führte Hans-Georg Pompe aus. Erst so entstehen innovative Angebote für die vielfältigen Bedürfnisse älterer Menschen, denn «kein Lebensabschnitt ist so differenziert wie das Alter», sagte Blüm. In der umfassenden Podiumsdiskussion verwies Bettina Suter-Egli, Stiftungsrätin Pro Senectute Kanton Zürich, auf die Wichtigkeit der Freiwilligenarbeit. «Freiwillige sind eine ganz wichtige Ressource, um älteren Menschen mehr Zeit widmen zu können. Viele Pensionierte finden im Engagement für Betagte eine sinn- und freudestiftende Tätigkeit.»
Sehen Sie hier das fesselnde Referat von Dr. Norbert Blüm:
Droht die Kündigung des Generationenvertrags? Dr. Norbert Blüms Rede am SENE FORUM 2012 vom Mittwoch 25. Januar im Paul Klee Zentrum in Bern.


