Dr. Norbert Blüm

Droht die Kündigung des Generationenvertrags?

ehem. BRD-Minister für Arbeit und Sozialordnung, Bonn

Foto Simone Gatti

PORTRAIT

    Werdegang
    Dr. Norbert Blüm, geboren 1935 in Rüsselsheim, katholisch, verheiratet, drei Kinder. Nach einer Werkzeugmacherlehre, Studium der Germanistik, Geschichte, Theologie und Philosophie mit anschliessender Promotion in Philosophie. Von 1972 bis 1981 und von 1983 bis 2002 war er Mitglied des Deutschen Bundestages, 1977–1987 Bundesvorsitzender der Sozialausschüsse der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft. Seit 1981 Mitglied des Präsidiums der CDU, 1982–1998 Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung, 1987–1999 Landesvorsitzender der CDU Nordrheinwestfalen. Nach Beendigung seiner Politikerlaufbahn ist Norbert Blüm in einen sehr aktiven Unruhestand getreten. Er ist Mitglied der CDU, ebenso der IG Metall, der Kolpingfamilie und von amnesty international.
     
    Publikationen
    - Unverblümtes von Norbert Blüm. Lübbe Verlagsgruppe, 1991
    - Dann will ich‘s mal probieren. Geschichten vom Weinen und Lachen. Lübbe, Bergisch Gladbach 1993
    - Die Glücksmargerite. Geschichten zum Vorlesen. Bertelsmann Verlag, München 1997
    - Das Sommerloch. Links und rechts der Politik. Kiepenheuer und Witsch, Köln 2001
    - Unverzagt&unverblümt. Menschliches und Allzumenschliches. Herder, Freiburg im Breisgau, 2002
    - Das Defilee der hohen Rösser, Herder, Freiburg 2004
    - Aus heiterem Himmel. Wie das Leben so spielt. Herder, Freiburg im Breisgau, 2006
    - Gerechtigkeit. Eine Kritik des Homo oeconomicus. Herder, Freiburg im Breisgau, 2006
    - Ehrliche Arbeit. Ein Angriff auf den Finanzkapitalismus und seine Raffgier. Gütersloher Verlagshaus, 2011
       
        Key Statements
        - Früher sind die Leute mit fünfunddreissig fröhlich gestorben, heute jammern sie sich bis achtzig durch.
        - Wenn der Zug auf dem falschen Gleis steht, erübrigt sich jede Diskussion über den Fahrplan.
        - Niemand zeugt Kinder aus demographischer Notwendigkeit.
        - Solidarität ist die politische Form der Nächstenliebe.
        - Politiker, die nicht lachen können, bei denen haben die Leute nichts zu lachen.
        - Alle wollen länger leben, aber niemand will alt sein.
        - Im Krankenhaus lasse ich mir lieber den Puls von der Krankenschwester fühlen, als vom automatischen Frequenzzähler messen.
        - Früher war die Bibel wichtig, um zu erfahren, was gut und was böse ist, später genügte der Knigge für gutes Benehmen, heute musst Du Börsennachrichten studieren, um zu wissen, was in der Welt los ist.